+++ Deutschen Jazzunion wählt Robert Lucaciu in den Vorstand
+++ Deutschen Orchestervereinigung entsendet Sebastian Haas in den geschäftsführenden Vorstand

Dresden, 11. Mai 2022

Zwei Vorstandsmitglieder des Jazzverbandes Sachsen e.V. engagieren sich ab sofort auf Bundesebene für freischaffende Musiker*innen. Die Mitglieder der Deutschen Jazzunion wählten Robert Lucaciu ihren Vorstand; Delegierte der Deutschen Orchestervereinigung entsendeten Sebastian Haas in ihren geschäftsführenden Vorstand – und damit erstmals einen Freischaffenden. Die Verbände repräsentieren insgesamt knapp 15.000 Mitglieder aus den Bereichen Klassik und Jazz sowie Studierende und Lehrende an den Musikhochschulen. 

Robert Lucaciu neues Mitglied im Vorstand der Deutschen Jazzunion

Die Deutsche Jazzunion zählt zur größten Interessenvertretung für Jazzmusiker*innen in Deutschland. Sie ist seit 1973 das Sprachrohr für die Szene und hat sich nicht zuletzt kulturpolitische als Ansprechpartner etabliert. 

„Jazz ist links. Ich setze mich dafür ein, dass die Deutsche Jazzunion auch in Zukunft Moderatorin bleibt für offene Diskurse, um so die Aufgaben der Gegenwart weiterhin progressiv mitzugestalten. Als neues Vorstandsmitglied bringe ich eine Perspektive aus den neuen Bundesländern ein. Wir brauchen Handlungsstrategien, bei denen unbedingt die divergierenden Anforderungen zwischen ländlichem und urbanem Raum berücksichtigt werden müssen.“

Robert Lucaciu
Robert Lucaciu (Leipzig)

Robert Lucaciu wurde 1988 geboren und lebt in Leipzig. Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Musiker macht er seit 2015 politische Bildungsarbeit an sächsischen Schulen. Er war acht Jahre lang aktiv im Beirat des Jazzclub Leipzig e.V. und ist seit seiner Gründung 2020 Beisitzer im Vorstand des Jazzverband Sachsen e.V.. Seit 2018 hat er einen Lehrauftrag für Jazzkontrabass an der HMTM Hannover. (Foto: Angelika Luft)

Sebastian Haas als erster Vertreter für Freischaffende Musiker*innen im geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Orchestervereinigung gewählt

Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) ist die größte Interessensvertretung für Musikschaffende in Deutschland. Seit fast 70 Jahren setzt sich die Vereinigung vor allem für die Belange der Orchestermusiker*innen ein. Seit mehreren Jahren wächst auch der Anteil an freischaffenden Musiker*innen. Durch Empfehlungen für Honorarmindeststandards im Orchester- und Projektbereich hat die DOV eine Signalwirkung auf alle Verbände im Musikbereich.

“Als Hochschullehrer trage ich die Verantwortung, Studierende nach ihrem Abschluss in eine möglichst auskömmliche Berufswelt zu bringen. Nur jeder Fünfte im klassischen Bereich bekommt eine Orchesterstelle. Aus diesem Grund braucht es eine faire Honorierung im Bereich der Lehre und auf der Bühne, außerdem ein besseres Verständnis für die Lebenswirklichkeit von freischaffenden Akteuren. Es geht keinesfalls um die Frage, ob staatliche Förderung entweder für Institutionen ODER für die freie Szene auszugeben sind, denn es braucht beides, um die Vielfalt der deutschen Kulturlandschaft zu erhalten und deren Akteuren ein sicheres Einkommen zu ermöglichen.”

Sebastian Haas
Sebastian Haas (Dresden)

Sebastian Haas ist Hochschul- und Musikschullehrer in Dresden und Plauen. Er studierte Jazztrompete bei Prof. Till Brönner und spielt in verschiedenen Genres, von Orchester bis Bigband. Er setzt sich als Sprecher der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen für die Anliegen der Lehrenden ein, ist Gründungsvorstand des Jazzverbands Sachsen e.V. und Sprecher der Lehrbeauftragten an sächsischen Musikhochschulen. (Foto: Angelika Luft)


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